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FAQ zur ErP Richtlinie

„Ein ganz großer Vorteil für unsere Kunden“

Am 26. September 2015 ist es soweit: Die Kennzeichnung der Energieeffizienz anhand des EU-Energielabels wird dann EU-weit auch für Raum- und Kombiheizgeräte sowie für Warmwasserbereiter verpflichtend. Insbesondere das Verbundanlagenlabel wird eine große Rolle spielen. Was zu beachten ist und welche Vorteile ein Systemanbieter wie ZEWOTHERM bietet, zeigt das Interview mit Andreas Ziegler, Geschäftsführendem Inhaber von ZEWOTHERM auf.

Frage: Wird der 26. September 2015 die Heizungsbranche grundlegend verändern?

Antwort: Die ErP-Richtlinie ist für unsere Branche eine große Chance. Insbesondere der Bereich Energieeffizienzlabel bietet packende neue Möglichkeiten für Fachhandwerk, Fachhandel und Hersteller, um die Leistungsfähigkeit aller Marktpartner und Produkte hervorzuheben. Insofern glaube ich schon an einen spürbaren Ruck, der durch die Heizungslandschaft gehen wird.

Frage: Glauben Sie nicht, dass das verpflichtende Label-Geschehen eher für mehr Unsicherheit sorgt, statt Anreize zu schaffen?

Antwort: Nein. Das ist auf gar keinen Fall so. Das EU-Energielabel hat Verbraucher seit Jahren für die Effizienz von Elektrogeräten sensibilisiert, also von zum Beispiel Kühlschränken, oder Waschmaschinen. Es ist mittlerweile ein zuverlässiger Wegweiser für umweltbewusste Kaufentscheidungen. Aus Gesprächen mit unseren Kunden wissen wir, dass auch Handwerksunternehmer diese Entwicklung zu schätzen wissen und sie im Gespräch mit Endkunden heute schon aktiv nutzen.

Frage: Aber allein schon die zwei unterschiedlichen Labelarten für einzelne Produkte und ganze Heizungssysteme bewirken doch Verwirrung?

Antwort: Und noch mal: Nein. Vereinfacht gesagt erleichtert das EU-Energielabel die Vergleichbarkeit der Nutzungsgrade verschiedener Warmwasserbereiter, Heizgeräte und Heizsysteme. Es ordnet sie in einer gemeinsamen Effizienzskala ein. Das ist eigentlich ganz einfach. Grundsätzlich unterscheidet man Produktlabel, die ausschließlich Hersteller ausstellen, und Verbundanlagenlabel für installierte Heizungsanlagen. Produktlabel gibt es nur für die reinen Wärmeerzeuger, also zum Beispiel Wärmepumpen oder Brennwertkessel. Bei einer Verbundanlage werden diese mit einer oder mehreren Zusatzkomponenten kombiniert. Bereits ein Kessel mit Regelung gilt demnach als Verbundanlage.

Frage: Welches Label wird Ihrer Meinung nach die stärkere Rolle spielen?

Antwort: Ganz klar das Verbundanlagenlabel. Sie erreichen in der Regel höhere Effizienzwerte, als durch die Produktlabel der reinen Wärmeerzeuger ausgewiesen sind. So kann zum Beispiel ein Brennwertkessel, der aus physikalischen Gründen alleinstehend zur Effizienzklasse A zählt, im Verbund mit Temperaturregler und Solaranlage die Effizienzklasse A+ erreicht werden. Doch Vorsicht, je nach Kombination muss man auch mit Verschlechterungen des Systemlabels rechnen. Bei einer Wärmepumpe etwa, die mit fossiler Heiztechnik als zusätzlichem Wärmeerzeuger kombiniert wird.

Frage: Das klingt nach etwas mehr Aufwand bei Kalkulation und Angebotserstellung. Wer darf denn Verbundanlagenlabel ausstellen?

Antwort: Label für Verbundanlagen können von Herstellern, Fachgroßhandel und Fachhandwerk ausgestellt werden. Schon zur Angebotserstellung sind Angaben zur Effizienzklasse notwendig. Die erforderlichen Daten zur Berechnung müssen von den Herstellern der einzelnen Produkte und Komponenten bereitgestellt werden. Zur Berechnung hat der Gebäudetechnikverband VdZ eine Onlineanwendung ins Internet eingestellt. Damit können Verbundanlagenlabel einfach erstellt werden, indem die gewünschten Komponenten aus einer Datenbank ausgewählt werden.

Frage: Geht das auch einfacher?

Antwort: Wir bei ZEWOTHERM sehen in unserer Unternehmensausrichtung einen ganz großen Vorteil für das Fachhandwerk. Wir sind ein echter Systemanbieter geworden. Heißt: Von der Wärmeerzeugung über die Verteilung im Gebäude bis zur Wärmeabgabe an die Raumluft verfügt unsere Produktpalette auf eine stringente Durchgängigkeit. Wir können also alle Produkte für eine Heizungsanlage einzeln anbieten, oder direkt im Verbund. Mit Blick auf die Labelpflicht ist die Abstimmung der einzelnen Kategorien aufeinander ein ganz großer Vorteil für unsere Kunden.

Frage: Ab wann ist die Effizienzkennzeichnung eigentlich verpflichtend bei Angeboten mit anzugeben?

Antwort: Die Energieeffizienzkennzeichnung von Heizgeräten und Warmwasserbereitern wird tatsächlich ab eingangs genanntem Datum Pflicht, Samstag 26. September 2015. Hersteller dürfen ab dann nicht mehr Geräte und Komponenten ohne Produktlabel in den Verkehr bringen. Das heißt: Sie dürfen sie nicht mehr an den Handel ausliefern. Da im Großhandel vorhandene Bestände nicht nachträglich mit einem Label versehen werden müssen, sind in der Übergangszeit noch Produkte ohne Label zu erhalten. Sie müssen nicht nachgelabelt werden.

Frage: Was müssen Fachhandwerker und Fachplaner darüber hinaus jetzt schon bei der Angebotserstellung beachten?

Antwort: Angebote, die zum Beispiel die Lieferung und Installation einer Wärmepumpenanlage umfassen, müssen ab dem 26. September 2015 verbindliche Angaben zur Energieeffizienz der Verbundanlage enthalten. Diese Angaben umfassen die jahreszeitbedingten Raumheizungs-Energieeffizienzen bei mittleren, kälteren und wärmeren Klimaverhältnissen. Bei Kombiheizgeräten zusätzlich auch die Warmwasserbereitungs-Energieeffizienzen bei mittleren, kälteren und wärmeren Klimaverhältnissen sowie deren jeweilige Klasseneinteilungen. Das decken die Label aber ab. Am einfachsten ist es, den Angeboten die Produktdatenblätter sowie die Produkt- und Verbundanlagenlabel beizulegen. Bei Angeboten, deren Gültigkeit sich über den 25. September 2015 hinaus erstreckt, müssen die entsprechenden Maßnahmen schon vor dem Stichtag umgesetzt werden.

Frage: Und zu guter Letzt eine ganz praktische Frage. Wo werden die Label angebracht?

Antwort: Produktlabel müssen lediglich in Verkaufsausstellungen an der Außenseite der Gehäusefront angebracht werden. In Prospekten und Angeboten müssen die Effizienzkennwerte ebenfalls ersichtlich sein. An aufgestellten Anlagen oder Geräten bei Endkunden wiederum müssen weder ein Verbundanlagenlabel noch Produktlabel sichtbar angebracht sein.

Bei weiteren Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Anfrage!