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FAQs

Solarthermie

1. Wie funktioniert eine Solaranlage?

Eine Solaranlage ist ein geschlossener Kreislauf, bestehend aus Kollektor, Solarspeicher, Pumpengruppe, Regler und Verrohrung. Im Solarkreislauf zirkuliert ein frostsicherer Wärmeträger. Scheint die Sonne auf den Kollektor, wandelt dieser die Sonnenstrahlung in Wärme um. Im Kollektor und im Speicher ist jeweils ein Temperaturfühler montiert. Ist der Kollektorfühler wärmer als der Speicherfühler, schaltet der Regler die Pumpe ein und die Wärme aus dem Kollektor wird zum Speicher transportiert. Im Speicher ist ein Wärmetauscher eingebaut, dort geht die Wärme an das kalte Wasser über und erhitzt es dabei. Der abgekühlte Wärmeträger wird zum Kollektor zurück gepumpt und heizt sich dort wieder auf. Solange die Sonne auf den Kollektor scheint, das Wasser im Speicher nicht über eine einstellbare Temperatur aufgeheizt ist, und eine Temperaturdifferenz besteht, arbeitet die Pumpe weiter.
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2. Welche Anwendungen für Solaranlagen gibt es?

Thermische Solaranlagen arbeiten in einem Temperaturbereich von etwa 0 bis über 800 °C. Sie wandeln Sonnenstrahlung in Wärme und können je nach Wärmeträger und Art der Wärmeübergabe verschiedene Medien aufheizen, erhitzen, verdampfen oder trocknen. Solaranlagen für die Nutzung im Haustechnikbereich arbeiten umso effizienter und wirtschaftlicher, umso geringer die Temperaturdifferenz zwischen Kollektor und zu nutzender Temperatur ist.
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3. Flach- oder Röhrenkollektor: Worin liegt der Unterschied?

Grundsätzlich gilt, dass alle Sonnenkollektoren auf die gleiche Weise Wärme einfangen: Schwarze Flächen im Herzen der Kollektoren ziehen Sonnenstrahlen an und sorgen für einen solare Energiegewinnung. Bei der Bauform gibt es zwei Möglichkeiten: Flach- und Vakuumröhrenkollektoren.

Der Flachkollektor ist etwas günstiger und eignet sich primär zur solarthermischen Warmwasserbereitung. Bei der Frage nach Flachkollektor oder Röhrenkollektor kommt es beim Vergleich auch auf die Dachfläche an. Ist diese gut nach Süden ausgerichtet, dann sollte der Flachkollektor gewählt werden. Der Flachkollektor ist gegen Wärmeverluste mit Steinwolle gedämmt.

Die ZEWOTHERM Vakuumröhrenkollektoren beinhalten modernste Heatpipe-Technologie, die selbst bei diffuser Lichteinstrahlung und bedecktem Himmel höchste Ertragsleistungen erzielen. Ihr Wirkungsgrad ist um 30 % höher als bei Flachkollektoren. Preislich liegt der Vakuumröhrenkollektor etwas höher und eine Indachmontage ist meist nicht möglich. Ein Vakuumröhrenkollektor ist insbesondere ideal für große thermische Solaranlagen und für ungünstig ausgerichtete Dächer.

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4. Ist jedes Haus für eine Solaranlage geeignet?

Durch die vielfältigen Produkt- und Installationsmöglichkeiten gibt es für jedes Haus eine passende Lösung. Neben Solaranlagen, die direkt in ein vorhandenes Gebäude integriert werden, gibt es auch Systeme, die unabhängig von Gebäuden errichtet werden können.

Grundsätzlich gibt es folgende Möglichkeiten:
  1. Aufdachmontage: Montage der Kollektoren auf Montagegestellen oberhalb der vorhandenen Dacheindeckung. Hier werden – je nach Dachlage - verschiedenen Neigungswinkel berücksichtigt.
  2. Indachmontage: Montage der Kollektoren an Stelle der Dacheindeckung, d.h. die Kollektoren werden in das Dach integriert.
  3. Flachdachmontage: Montage der Kollektoren auf Flachdachmontagegestellen (z.B. Flachdächern)
  4. Aufständerung im Freigelände
  5. Fassadenmontage, vorgehängt oder (teuer!) integriert.
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5. Was mache ich im Winter wenn die Sonne nicht so häufig scheint?

Unstrittig ist, dass die gewonnene Energie im Winter geringer ausfällt als im Sommer. In den Sommermonaten (also außerhalb der Heizperiode) kann die reguläre Heizung komplett abgestellt und der Warmwasserbedarf vollständig durch die Solaranlage gedeckt werden. Wenn diese Energieeinspeisung nicht ausreicht oder um eine vollständige solare Warmwasserversorgung auch im Winter zu erreichen, müsste theoretisch die Einstrahlungsfläche um ein Vielfaches vergrößert werden, dies ist jedoch nicht sehr kosteneffektiv. Im Winter schaltet man einfach die reguläre Heizung hinzu ODER man kombiniert die Solaranlage mit einer Wärmepumpe. Dieser regenerative Energiegewinnungskreislauf deckt dann den Energiebedarf je nach Auslegung sogar komplett ab. Ansonsten kann man sagen, dass eine gut geplante Solaranlage in unseren Breitengraden über das Jahr gesehen 60 % des Bedarfes an Wassers zum Duschen und Waschen erwärmt.
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6. Kann ich mit einer Solarwärmeanlage auch heizen?

Die Solarsysteme von ZEWOTHERM decken beide Einsatzbereiche ab, zum einen sind sie für die Brauchwassererwärmung (also Trinkwasser) und zum anderen für die solare Heizungsunterstützung geeignet. So können sie im Frühjahr und Herbst das Haus mit Wärme versorgen und im Winter den Heizkessel unterstützen. Die Solarwärmeanlagen zur Heizungsunterstützung haben eine größere Kollektorfläche als Anlagen, die nur der Warmwasserbereitung dienen. Sie verfügen zudem über einen speziellen Speicher. Besonders effizient arbeiten Solaranlagen zur Heizungsunterstützung in Häusern, die mit modernen Flächenheizungen und einer guten Wärmedämmung ausgestattet sind und die im besten Falle auch über eine Wärmepumpe verfügen.
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7. Die erneuerbare Energiegewinnung aus Sonne wird doch gar nicht mehr so gefördert?

Im Gegenteil: die Förderung für eine Modernisierung mit der Energiegewinnung aus Sonne wurde 2012 sogar erhöht. Mindestens 2.000 Euro erhalten Hausbesitzer, wenn sie sich eine solargestützte Heizung zulegen. Kombinierte Anlagen mit Wärmepumpe oder Pelletkessel, bekommt sogar noch mehr. Infos hierzu erhalten Sie beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unter www.bafa.de und oder bei der KfW-Förderbank, die zinsgünstige Kredite anbietet: www.kfw.de.
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8. Wie macht sich eine Solaranlage bezahlt?

Pauschal lässt sich natürlich keine Zahl nennen; die Einsparung ist abhängig von den Techniken für die Warmwassererzeugung und dem Preisniveau für Öl und Gas sowie von den Zuschüssen, die man für den Einbau einer Solaranlage erhält. Durch den Einsatz einer solarthermischen Anlage lässt sich im Durchschnitt bis zu 60 % des Energiebedarfs an Warmwasser abdecken und einsparen!
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9. Muss die Anbringung einer Solaranlage genehmigt werden?

Der Einbau einer Solaranlage bedarf in Deutschland in der Regel keiner Baugenehmigung, außer es handelt sich um denkmalgeschützte Gebäude, bei denen eine spezielle Genehmigung des Denkmalschutzbeauftragten notwendig ist. Einen rechtlichen Anspruch auf eine solche Genehmigung gibt es jedoch nicht. Einige Fördermittelgeber verlangen zudem eine städtebauliche Stellungnahme, die je nach Kommune unterschiedlich zum Beispiel in den Stadtplanungsämtern erhältlich ist.
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10. Wann sollte eine Solarwärmeanlage eingebaut werden?

Beim Neubau eines Hauses ist der Zeitpunkt zur Installation besonders günstig. In der Regel können etwa 20 Prozent der Kosten gegenüber einem späteren Einbau eingespart werden. Wem hier der finanzielle Spielraum fehlt, der sollte auf jeden Fall durch richtiges Verlegen von Rohren und den Einbau eines geeigneten Warmwasserspeichers eine spätere kostengünstige Nachrüstung ermöglichen. Eine Nachrüstung von Gebäuden ist grundsätzlich immer möglich. Bei bestehenden Gebäuden bieten sich eine anstehende Heizungsmodernisierung oder eine Dachsanierung als günstiger Zeitpunkt an. Wer eine Heizungsmodernisierung oder Maßnahmen zur Wärmedämmung mit dem Einbau einer Solaranlage kombiniert, dem stehen zusätzliche Fördergelder zur Verfügung. Dafür sollten kompetente Fachbetriebe hinzugezogen werden.
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11. Was ist bei der Montage einer Solaranlage zu beachten?

Die besten Ergebnisse erreichen Sie unter den folgenden Voraussetzungen: Ausrichtung zwischen Südost und Südwest möglichst wenig Schatten Dachneigung zwischen 20 und 60 Grad

Pro Person braucht man dann für die Brauchwasser-Erwärmung 1 bis 1,5 m² Kollektorfläche. Mit einer etwas größeren Kollektorfläche kann auch auf einer West- oder Ostseite der gleiche Energieertrag erzielt werden. Flachdächer sind ebenfalls gut geeignet. Auch eine Aufstellung im Garten oder eine Wandmontage sind möglich. Der notwendige Warmwasserspeicher benötigt eine Stellfläche von etwa einem Quadratmeter mit circa zwei Metern Höhe.

Bitte führen Sie erst alle Installationsarbeiten im Inneren des Gebäudes und arbeiten sich zum Kollektor vor. Anschließend prüfen Sie die Dichtigkeit der Anlage nach Füllen. Die Röhren von Röhrenkollektoren installieren Sie bitte stets zum Schluss. Röhren bitte nur im kalten Zustand montieren, also mindestens vor Montage abdecken und zügig einsetzen, da auch diffuses Licht zu Erwärmung und Ausdehnung der Heatpipe führt und ggf. das Einführen unmöglich macht.

Solaranlagen vor Aufnahme von Arbeiten bitte stets beschatten. Bitte stets die vorherrschende Temperatur der Anlagenteile prüfen. ACHTUNG: Es besteht Gefahr der Verbrennung/Verbrühung.

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12. Wie hoch ist der Wartungsaufwand einer Solarwärme-Anlage?

Der Betriebs- und Wartungsaufwand für Solaranlagen ist vergleichsweise gering. Wie alle technischen Anlagen sollten jedoch auch Solaranlagen regelmäßig überprüft und gewartet werden. Bei Solarwärmeanlagen kann dies kostengünstig mit der jährlichen Wartung des Wärmeerzeugers verbunden werden. So genannte Wärmemengenzähler gewährleisten ohne hohe Mehrkosten eine genaue Erfassung der Wärmemenge. Dadurch kann geprüft werden, ob die Leistung der Anlage den Erwartungen entspricht und ob unter Umständen ein Problem vorliegt. Bei einer Wartung wird z. B. die Dichtigkeit und Anlagenschäden geprüft, das Ausgleichsgefäß geprüft (denn es muss an 365 Tagen im Jahr den Anlagendruck ausgleichen). Auch wird die Solarflüssigkeit geprüft, diese muss Temperaturschwankungen von -20 bis 200°C überstehen und wird dann rechtzeitig gewechselt.
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13. Darf ich ZEWOTHERM Solarflüssigkeit mit anderen Fabrikaten mischen?

Nein, die ZEWOTHERM Solarflüssigkeit darf nicht mit anderen Solarflüssigkeiten anderer Hersteller gemischt werden. Vor Befüllen einer Anlage mit ZEWOTHERM Solarflüssigkeit, welche vorher mit einer Solarflüssigkeit eines anderen Herstellers betrieben wurde, ist die Anlage gründlich zu spülen.
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14. Wie lang ist die Lebensdauer einer Solaranlage?

Qualitativ hochwertige Solaranlagen können noch nach über 30 Jahren Wärme produzieren. Auf die Funktionsfähigkeit der einzelnen Komponenten einer Solaranlage gibt ZEWOTHERM je nach Bauart bis zu 10 Jahren Garantie auf die Kollektoren.
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15. Wie teuer ist eine Solarwärme-Anlage?

Der Preis einer solarthermischen Anlage hängt vor allem von der benötigten Warmwasser-Menge ab, aber auch von der Art der Solarkollektoren und der Montage.

Beispiel: 4-Personen-Haushalt Die Preise für eine Anlage mit Flachkollektoren ausgelegt für einen 4-Personen-Haushalt liegen zwischen 4.000 und 6.000 Euro inklusive der Montage. Wenn zusätzlich eine Heizungsunterstützung gewünscht wird, muss mit Kosten von etwa 8.000 - 10.000 Euro gerechnet werden.

Vakuumröhrenkollektoren sind etwa um 30 Prozent teurer als Flachkollektoren. Diese Preise gelten für alle erforderlichen Komponenten inklusive der Montage und Mehrwertsteuer.

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16. Welche Investition lohnt sich für mich als Eigenheimbesitzer Solarthermie oder Photovoltaik?

Solarthermie (d.h. die Erwärmung von Wasser mittels Sonnenenergie) dient als heizungsnterstützende regenerative Energiequelle der direkten Erwärmung Ihres gut gedämmten Hauses. Die Fläche/Dimension der Anlage muss dabei so geplant/gewählt werden, dass sie passend zum jeweiligen Bauvorhaben ist und als ideale Kombination an eine moderne Niedrigtemperaturheizung von (ZEWOTHERM Flächenheizung ) gekoppelt ist.

Photovoltaik (d.h. die Stromerzeugung mittels Sonnenenergie) hilft Ihre notwendigen Stromkosten zum Verbrauch Ihrer Heizungsanlage durch eine weitere regenerativen Energiequelle zu verringern. Die Fläche/Dimensionierung der Anlage muss dabei entsprechend geplant/gewählt werden, dass sie zum jeweiligen Bauvorhaben passt. Durch den Einsatz von Subventionen ist der reine Einsatz von Photovoltaik leider wettbewerbsverzerrend gegenüber einer Nutzung durch Solarthermie in den Vordergrund gerückt.

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